Kolping Karnevals Gesellschaft Neuenkirchen - K.K.G.N.

Doktorrede 2020

Ja liebe Freunde wer hätte das gedacht?

Anstatt wie in den vielen Jahren zum Schluss als Euer Hausmeister hier meine Storys zu erzählen,

stehe ich hier nun bereits kurz nach der Pause als Euer neuer Doktor hc vor Euch.

 

Wir alle hier können froh sein an diesem Historischen Ereignis dabei zu sein.

Die letzte Saison hier im Saal und dann noch mit dem Hausmeister als Doktor

Bad Oeynhausen und Münster haben das GOP.

Wir hier in Neuenkirchen hatten das G O K.

 

Aber wir müssen nicht traurig sein, dass wir das alte Haus verlassen müssen,  denn mit dem neuen Haus geht es ja gut voran. Und ich weiß nicht wie es euch dabei geht,

aber mich macht es schon ein wenig Stolz, dass wir hier in unserem kleinen Neuenkirchen so ein tolles Projekt auf die Beine gestellt haben.

Hierbei bitte ich einmal um einen Applaus, für all die viel Zeit und Energie in dieses Projekt einbringen, ohne immer zu fragen, was habe ich davon.

Die tun das für uns. Für die Gemeinde Neuenkirchen.

Klasse und Danke an alle. Ihr setzt euch hier ein tolles Denkmal.

 

Hier habe ich seit über 30 Jahren  zu Karneval als Hausmeister vor ausverkauften Haus gespielt. 

Eine Ära geht vorbei.

Seht es mir bitte nach, wenn mir heute zwischendurch mal die Stimme versagt

 

Ich bin ja praktisch mit diesem Haus groß geworden

 

Schon als kleiner Junge war ich durch unseren Papa mit dem Kolpinghaus eng verbunden.

Papa hatte ja immer was mit dem Kolpinghaus zu tun.

Ob es der Bau und die Instandhaltung des Hauses war, Kolping, Haus E.V, Karneval und so weiter……

Aber auch der Sonntägliche Frühschoppen durfte nicht fehlen.

 

1976 haben sich die Aktiven der KKGN überlegt auch mal eine Kindersitzung auf die Beine zu stellen.

Es fehlte nur noch ein Programm. Tanzgruppen waren schnell gefunden, aber was fehlte war eine Büttenrede, die zu einer Sitzung gehörte.

Und da hat unser Papa mal eben den kleinen 8 Jahre alten Wolfgang ins Rennen geworfen.

In der Bütt musste ich auf einem Stuhl stehen und der erste Witz den ich hier als 8 jähriger Steppke erzählt habe, war einer in Plattdeutsch

 

1978 haben die mich dann hier sogar zum Kinderprinzen gemacht.

Mitte der 80 er habe ich mir mal hier von der Bühne eine Pubertäre Auszeit genommen

Ab den 90 ern  ging es dann weiter mit Auftritten in den großen Sitzungen.

Die ersten Jahre immer mal wieder als unterschiedlichen Charakteren.

Mal als Dorftrottel oder Anstreicher, aber auch 2 – 3 Jahre als Adolf Tegtmeier.

Durch den Tegtmeier hatte ich meine Prinz Heinrich Kappe, die dann mit Schaffung der Figur des Hausmeisters bis heute noch  dabei ist.

Mein Bekanntheitsgrad ist gewachsen und Leute, die sich auf der Bühne zum Kaspar machen gibt es auch nicht so viele. Also kamen andere Vereine auf mich zu

(ja auch in Rietberg bin ich aufgetreten)

Da hatten die Rietberger aber das Problem, dass ich die Schüsse gegen Neuenkirchen  immer gut parieren konnte.

Aber ich glaube die gegenseitigen Hänseleien sind nie böse gemeint und dienten immer nur zur gegenseitigen Bespaßung.

Nach Rietberg wurden dann auch weitere Orte auf mich aufmerksam.

Und im Jahre 2002/2003 waren ich und meine Birgit sogar das Prinzenpaar der KKGN

Es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht hier auf der Bühne.

Ich denke gerne an meine Reden wie z.B meine Reise nach Bad Watt, meine Erlebnisse auf der Aida Macomar, als Zekuriy vom Bürger King und im letzten Jahr als kleiner Geselle.

Bald gehen hier die Lichter aus
Mach es gut, du altes Kolpinghaus!
Hab hier als Hausmeister gedient, all die Jahr.
Zum Schluss möcht ich sagen, dass es mir eine Ehre war.