Kolping Karnevals Gesellschaft Neuenkirchen - K.K.G.N.

Doktorrede 2017

Nun ist es auch für mich so weit

und ich stehe als Dr. hc vor euch.

Meinen Kopf den ziert ein roter Hut

ich kann euch sagen, das tut gut.

Mit Freude nehme ich diese Auszeichnung an,

wie viele schon vor mir, ob Frau, ob Mann.

Da habe ich wohl was Gutes getan,

es kam beim Verein wenigstens sehr gut an,

sonst stände ich nicht jetzt und hier auf der Bühne,

und lächelte euch zu mit fröhlicher Miene.

 

Es ist eine alte Tradition,

fast jeder im Saale kennt sie schon,

das der Dr. zu euch spricht,

ich mach`s in Versform, also als Gedicht.

Worüber habe ich zu berichten,

was gibt es denn so für Geschichten,

über Wirtschaft, Weltpolitik und Co?

Ich denke, das macht wenig froh.

Ich überspringe diesen internationalen Sumpf,

denn dort gibt es momentan keinen vernünftigen Trump(f)…

Lieber will ich kurz von mir erzählen,

da gibt es auch ein paar Dinge zu erwähnen,

wie ich zum Beispiel zum Karneval kam,

das fing nämlich vor vielen Jahren an.

 

Als kleines Kind kam ich ohne Playstation aus,

uns musste zum Sport noch aus dem Haus heraus.

Für einige heut undenkbar, kein virtuelles Laufen,

man musste beim Rennen noch körperlich schnaufen.

Beim Leichtathletikverein in Gütersloh wurde ich entdeckt,

für den Neuenkirchener Karnevalsnachwuchs war das wohl perfekt.

Spagat und Beine werfen waren kein Problem,

schon konnte man mich zum ersten Mal auf der Bühne sehen.

Als Mini-Hopser im blauen Kleid,

oh man, wie schnell vergeht die Zeit…

Eine Leichtathletin war zu dem Zeitpunkt noch zu klein,

sonst wäre sie heute sicher auch hier im Verein,

und verstärkte die Truppe auf ihre Art,

doch hat sie den Anschluss leider verpasst.

Es wäre sicher ein lustiges Glück,

stände Tanina Rottmann hier und heute in der Bütt.

Im Radio hört man sie schließlich auch täglich die Gute,

mit ihrer lockeren Neuenkirchener Schnute.

Sie sollte mal drüber nachdenken, so ganz mit Bedacht,

ich habe es schließlich auch bis zum Dr. gebracht!

 

 

 

 

Der Weg bis hierher war aber auch lang,

nach dem aktiven Tanzen, lernte ich kennen meinen Mann.

Wir haben geheiratet und ihr habt`s schon gehört,

uns wurden 3 liebe Kinder beschert.

Sie sind alle von weiblichen Geschlecht,

gerade für Detlef wäre sicher ein Junge auch nett,

doch das hat nicht sollen sein,

und für sie und viele andere Mädels stieg ich als Trainerin ein.

Das habe ich gerne über 15 Jahre gemacht,

noch viele tanzen heute, das ist schon ne Pracht.

Jetzt fühl ich mich bei den Altweibern gut aufgehoben,

in einer Woche bringen wir hier den Saal zum Toben.

Auf sie und all meine Wegbegleiter dieser Karnevalsschau,

jetzt Mal ein dreifaches Neuenkirchen……

 

Wie ihr hört, der Karneval bestimmt einen Großteil in meinem Leben,

da muss, obwohl selbst aktiv, mein Detlef so einiges übernehmen.

Der arme Kerl fühlt sich von uns 4 Frauen,

ab und zu schon fast seelisch verhauen.

Auch körperlich wachsen die Mädels halt an Größe,

und parallel dazu steigen die Kosten in die Höhe.

Fön und Glätteisen laufen rund um die Uhr,

meine Güte, was machen die Stromkosten nur??

Und dann noch das Thema, für jeden Mann ein Graus,

das halbe Jahreseinkommen geht für neue Schuhe raus!

 

 

So geht es nicht weiter, sprach mein Gatte,

nimmt sich Urlaub und macht sich auf den Patte,

mit allen 3 Kindern Richtung Gütersloh hin,

nach Schuhe – Shoppen stand ihm der Sinn!

Von Laden zu Laden, rein und raus,

hat der ne Energie, schreit fast nach Applaus.

Die Schuhe die er aussucht, wählt er nach dem Preis,

die Reaktion der Kinder… was soll ich mit dem Sch….und…

Auch das Schönreden mit Argumenten gibt er dran,

mein lieber Detlef, leg dich nicht mit uns Frauen an.

Denn da gehen dir deine Argumente aus,

Teenager von heute hauen immer noch einen raus.

Erzähle ihnen nicht, dass deine Schuhe 5 Jahre halten,

du wächst schließlich nicht mehr, dann reichen die Alten.

Oder geht’s um die Anzahl der im Schrank befindlichen Menge,

treibst du dich selbst nur noch mehr in die Enge.

Der Einkauf in Gütersloh war schlichtweg für die Katz,

er hat aber auch keinen Cent ausgegeben, an dem Tag.

Resigniert und gekränkt hat er sich auf den Heimweg gemacht,

zurück vom Nix – Shoppen aus der großen Stadt.

Niedergeschlagen ging er noch bei Strunz hinein,

und kaufte Aufschnitt für uns Fünfe ein.

Dort ist er so mitleidig bei der Verkäuferin angekommen,

da hat er die Scheibe Wurst von der Gabel bekommen!

 

 

 

Wie ihr hört, der Papa muss einiges ertragen,

doch wir 4 Frauen sind froh dass wir ihn haben!

Er hält schon wirklich einiges aus,

dafür verdient er sicher einen Applaus!

 

Nun möchte ich aber die Bühne räumen,

das weitere Programm sollt ihr nicht versäumen.

Tolle Akteure werdet ihr noch sehen,

die hier gleich auf der Bühne stehen.

Ob Tanz, ob Rede, ganz egal,

jeder Beitrag lohnt sich allemal.

Und zum Schluss komm ich nicht drum herum,

zu danken diesem tollen Publikum.

Wir alle können stolz sein auf unseren Karneval drum ruft´s durch den Bau,

ein dreifach kräftiges,

 

Neuenkirchen Helau